Der Reiter der leuchtenden Runen

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Prompt

A small, non-human goblin with soft, slightly shaggy fur, pointed ears, naturally round eyes, and a dark nose rides on the back of a massive, armored helmeted cassowary. The cassowary's armor is covered with overlapping iron plates, engraved runes, and battle-scarred textures. The helmeted cassowary has a powerful head with glowing eyes and a strong, muscular neck. The goblin sits firmly on a small saddle to which luggage is attached with leather straps. The scene takes place in a misty fantasy landscape with rocky ground and swirling fog. Cinematic lighting, a dramatic contrast between warm lantern light and cool ambient tones, detailed, painterly realism, and an epic, dark fairytale atmosphere characterize the work. Style: Jean-Baptiste Monge × Iris Compiet. Includes a small unicorn logo as a watermark with "AI by Unicorngraphics."

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Der Reiter der leuchtenden Runen
Niemand im Nebeltal wusste, woher der kleine Imp gekommen war. Eines Morgens waren einfach gewaltige dreizehige Spuren zwischen den schwarzen Felsen aufgetaucht, und kurz darauf hatte man im dichten Nebel das warme Licht einer Laterne gesehen. Seitdem erzählte man sich von einem seltsamen Reisenden, der auf einem riesigen blauen Vogel durch die Berge zog. Der Imp selbst fand diese Geschichten maßlos übertrieben. „Riesig ist relativ“, pflegte er zu sagen und tätschelte dabei den gefiederten Hals seines Reittiers. „Für mich ist Korrak genau richtig.“ Korrak war allerdings alles andere als gewöhnlich. Der mächtige Laufvogel besaß dunkles Gefieder, einen langen blau schimmernden Hals und einen stolzen Kopf, dessen rotes Auge selbst im dichtesten Nebel jeden Weg zu erkennen schien. Über seinem Kopf trug er einen hohen metallenen Schutzhelm, und schwere Platten bedeckten Brust, Schultern und Rücken. In das dunkle Metall waren geheimnisvolle Runen eingelassen, die in einem kalten blauen Licht leuchteten. Niemand wusste, wer die Rüstung gefertigt hatte. Nicht einmal der Imp. Er hatte Korrak vor vielen Jahren in einer Felsschlucht gefunden, halb verhungert, völlig erschöpft und bereits mit dieser seltsamen Rüstung bekleidet. Damals waren die Runen dunkel gewesen. Erst als der Imp dem Vogel Wasser gegeben und seine Laterne neben ihn gestellt hatte, war das erste Zeichen aufgeleuchtet. Seitdem waren die beiden unzertrennlich. Gemeinsam durchquerten sie Gegenden, die andere Reisende lieber mieden. Der Imp führte zusammengerollte Decken, Werkzeug, Proviant, Karten und eine kleine Pfanne mit sich, denn er war überzeugt, dass jedes Abenteuer erträglicher wurde, wenn man unterwegs etwas Warmes essen konnte. Korrak wiederum besaß die unangenehme Angewohnheit, genau dann loszulaufen, wenn sein Reiter gerade Suppe kochte. An diesem Abend führte ihr Weg tiefer als jemals zuvor in das Nebeltal hinein. Zwischen uralten Bäumen erhoben sich schwarze Felsen, und der Nebel wurde so dicht, dass selbst Korraks Füße darin verschwanden. Der Imp hob seine Laterne. „Langsamer, mein Freund.“ Korrak blieb stehen. Eine der Runen auf seiner Brustplatte begann zu leuchten. Dann eine zweite. Eine dritte. Innerhalb weniger Augenblicke glommen sämtliche Zeichen seiner Rüstung in kräftigem Blau. Der Imp starrte sie an. Das war noch nie geschehen. „Das gefällt mir entweder ausgesprochen gut“, murmelte er, „oder überhaupt nicht.“ Korrak neigte den Kopf und blickte nach links. Dort war nichts außer einer Felswand. Zumindest hatte dort eben noch eine Felswand gestanden. Nun zog sich eine dünne blaue Linie über den Stein. Sie wurde breiter, wanderte nach oben und bildete schließlich den Umriss eines gewaltigen Tores. Die Runen auf Korraks Rüstung antworteten mit einem hellen Leuchten.

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